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	<title>Music Nerds &#187; Holger</title>
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		<title>Ein Lautsprecher ist auch nur ein Instrument</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 14:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[elektronische musik]]></category>
		<category><![CDATA[event]]></category>
		<category><![CDATA[instrument]]></category>
		<category><![CDATA[karlsruhe]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Festival IMATRONIC vom 1. bis zum 5. Dezember ist ein Lautsprecherorchester zu Gast im ZKM in Karlsruhe. Auf deren Internetseite findet man ein Foto davon und könnte sich fragen, warum es nötig ist, mehrere unterschiedliche Lautsprecher auf einer Bühne zu verteilt, wenn man doch mit ihnen nur Klänge wiedergeben kann. Reicht es nicht, mehrere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Festival <a href="http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$7285">IMATRONIC</a> vom 1. bis zum 5. Dezember ist ein Lautsprecherorchester zu Gast im ZKM in Karlsruhe. Auf deren Internetseite findet man ein Foto davon und könnte sich fragen, warum es nötig ist, mehrere unterschiedliche Lautsprecher auf einer Bühne zu verteilt, wenn man doch mit ihnen nur Klänge wiedergeben kann. Reicht es nicht, mehrere gleiche Lautsprecher im Raum zu verteilen und durch einen oder mehrere Subwoofer zu unterstützen?</p>
<p><span id="more-182"></span></p>
<p>Doch schon bei dieser Frage zeigt sich, dass zwei unterschiedliche Lautsprechertypen zum Standard moderner Beschallung gehören. Und jeder dieser Lautsprechertypen hat spezielle Klangcharakteristika und Einsatzzwecke. Die Spanne reicht von den erwähnten Beschallungsanlagen auf Konzerten bis zu winzigen Lautsprechern in Kopfhörern, von Megaphonen bis zu den beliebig teueren Abhörsystemen bei der Musikproduktion. Zwar kann ein ganzes Orchester mit einer geringen Anzahl guter Lautsprecher klanglich abgebildet werden, doch der optische Eindruck enttäuscht in den meisten Fällen. Und auch die virtuelle Verräumlichung der einzelnen Instrumentengruppen bei der Wiedergabe ist und bleibt künstlich.</p>
<p>Eine andere Möglichkeit der Raumverteilung bietet die Bewegung des Lautsprechers im Raum während der Aufführung. Eines der wenigen mir bekannten Beispiele dazu ist das Stück &#8220;Speaker Swinging&#8221; von Gordon Monahan. Wie der Titel vermuten lässt, schwingen hier drei Performer an Seilen befestigte Lautsprecher im Kreis. Das Klangmaterial wird live mit Hilfe von 9 Sinus- und Rechteckswellengeneratoren erzeugt. Erstmals 1982 aufgeführt, stellt es wohl eines der anstrengendsten Stücke der elektronischen Musik dar, denn eine Aufführung dauert ungefähr 25 Minuten. Einen Ausschnitt daraus stellte der Komponist auf YouTube:</p>
<p style="text-align: center;">
<span class="youtube">
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/delDUry0_eo&hl=en&fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/delDUry0_eo&hl=en&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=delDUry0_eo" title="YouTube Direktlink">YouTube Direktlink</a>
</span>
</p>
<p>Während hier der Lautsprecher zum Instrument wird und im wahrsten Sinne des Wortes Klänge verräumlicht, blieb die Bühne bei Aufführungen von Tonbandstücken meist leer. Doch auch mit Musikern kann die Bühnenpräsenz leiden: bei den heutigen Laptopmusikern wird oft bemängelt, dass das musikalische Ergebnis weder der Handlung noch dem Ort des Musikmachenden zugeordnet werden kann. Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, wird von vielen Laptop Orchestern genutzt: jedes Orchestermitglied bekommt seinen persönlichen Lautsprecher, wie man auf <a href="http://plork.cs.princeton.edu/images/plork_w01-09.jpg">diesem Foto</a> des <a href="http://plork.cs.princeton.edu/">Princeton Laptop Orchestra (PLOrk)</a> sehen kann. Das ermöglicht eine Zuordnung des individuellen Klanges zu einem Musiker und durch die Architektur dieser Boxen eine ähnliche Abstrahlung wie mit einem akustischen Instrument im Raum.</p>
<p>Doch während hier viele gleiche Lautsprecher eingesetzt werden, bietet das Lautsprecherorchester die Möglichkeit, das Klangmaterial wirklich für verschiedene Lautsprechertypen/Instrumente zu orchestrieren. Das wird hoffentlich reichlich bei den Konzerten in dieser Woche beim <a href="http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$7285">IMATRONIC</a> zu hören sein. Begleitend hält unter anderem am Freitag um 19 Uhr François Bayle eine Keynote und am Samstag und Sonntag findet ein Symposium zu diesem Themengebiet statt.</p>
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		<title>Das Avant Garde Project</title>
		<link>http://www.music-nerds.net/2008/11/das-avant-garde-project/</link>
		<comments>http://www.music-nerds.net/2008/11/das-avant-garde-project/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 23:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[copyright]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[kontrovers]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[neue musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele auf Vinyl veröffentlichte Aufnahmen elektronischer und/oder experimenteller Musik aus der Prä-CD-Ära sind heute out-of-print und können oft nur noch mit Glück und Ausdauer gefunden werden. Da sich eine Wiederveröffentlichung auf CD bei diesen Aufnahmen offensichtlich nicht lohnt, verschwinden viele hörenswerte Einspielungen in der Versenkung. Das Avant Garde Project hat es sich zur Aufgabe gemacht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele auf Vinyl veröffentlichte Aufnahmen elektronischer und/oder experimenteller Musik aus der Prä-CD-Ära sind heute out-of-print und können oft nur noch mit Glück und Ausdauer gefunden werden. Da sich eine Wiederveröffentlichung auf CD bei diesen Aufnahmen offensichtlich nicht lohnt, verschwinden viele hörenswerte Einspielungen in der Versenkung.</p>
<p>Das <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/">Avant Garde Project</a> hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Schätze zu bergen: Kompositionen und Aufnahmen werden digitalisiert und im <a class="external text" title="http://de.wikipedia.org/wiki/Flac" rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flac">FLAC-Format</a> veröffentlicht.</p>
<p><span id="more-27"></span></p>
<p>Darunter unter anderem eine Aufnahme von <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/agp83/index.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/agp83/index.htm">Luciano Berio&#8217;s Sinfonia</a> dirigiert vom Komponisten, einige <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/AGP6/index.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/AGP6/index.htm">liveelektronische Stücke Morton Subotnicks</a> und in letzter Zeit sehr interessante Stücke von Lukas Foss (<a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/agp120/index.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/agp120/index.htm">AGP120</a> und <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/agp121/index.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/agp121/index.htm">AGP 121</a>). Die Folgen erscheinen zuerst als <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/torrents.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/torrents.htm">Torrent-Datei</a>, einige Wochen später kann man sie im <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/archive.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/archive.htm">Archiv des AGP</a> herunterladen.</p>
<p>Dabei wird in der <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/copyright.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/copyright.htm">Copyright Policy</a> ausdrücklich festgelegt, dass entfernt wird, was wieder in-print ist. Das geschah z. B. <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/AGP28/index.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/AGP28/index.htm">in dieser eher untypischen Folge</a>. Die Fußzeile der Veröffentlichungen: &#8220;All rights for materials presented on www.avantgardeproject.org belong to the artists. All materials are for non-commercial and/or educational use only.&#8221;</p>
<p>Ich als Jura-Laie vermute, dass hier Urheberrechte verletzt werden. Meiner Meinung nach hat die RIAA dieses Projekt entweder noch nicht entdeckt oder ignoriert es, vielleicht auch, weil der finanzielle Schaden für die Plattenfirmen und Künstler (nach <a class="external text" title="http://www.avantgardeproject.org/copyright.htm" rel="nofollow" href="http://www.avantgardeproject.org/copyright.htm">Aussagen des AGP</a>) gering ist, da diese Scheiben nicht als Verkaufsschlager sondern mehr als Kulturgüter konzipiert waren. In Zeiten wachsender MP3-Absatzzahlen könnte sich aber eine Wiederveröffentlichung schneller lohnen, da die Kosten einer Veröffentlichung nur als digitale Datei geringer ausfallen als ein CD-Release.</p>
<p>Höchstwahrscheinlich führt dieses Projekt nicht dazu, dass die Plattenfirmen ihre kulturelle Verantwortung erkennen und solche alten Aufnahmen wiederveröffentlichen. Das wäre die Ideallösung, denn so gut die Hardware auch sein mag, mit der das AGP arbeitet &#8211; es ist und bleibt digitalisiertes Vinyl. Bis dahin aber ist dieses Projekt eine gute Möglichkeit, wenig bekannte Stücke und Komponisten abseits des Pop kennen zu lernen.</p>
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